Von der Banks Peninsula nach Christchurch

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Von den Bergen führte unser Weg wieder Richtung Stadt. Für Christchurch hatten wir uns ausnahmsweise im Vorfeld schon informiert und wussten genau was in den nächsten Tagen ansteht – auch mal eine nette Abwechslung ; )

Doch bevor wir uns auf die Stadt loslassen, wollten wir noch einen Abstecher zur nahe gelegenen Banks Peninsula machen. Auf der Halbinsel wurde um 1840 eine Französische Kolonie gegründet und in einigen Orten kann man sogar heute noch ein bisschen von dem französischen Flair spüren bzw. halten die Bewohner dieses Gefühl am Leben und haben sogar den Straßen und Lädchen französische Namen gegeben. Leider haben wir es total versäumt davon mal ein „Beweisfoto“ zu machen. Aber allein das Baguette, dass wir dort in einer kleinen Bäckerei probieren konnten, war die Anfahrt über kilometerlange Schotterstraße wert. Wenn die Neuseeländer eins nämlich nicht können, dann ist es Brot backen. Oder würde irgendjemand wagen Toast als richtiges Brot bezeichnen?!

Nachdem wir eine Runde über die Banks Peninsula gedreht hatten, stand anschließend ein bisschen Programm in Christchurch an: Einen Besuch beim International Antarctic Centre und im Quake wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Im Antarctic Centre dreht sich natürlich alles nur um eins: Expeditionen in die Antarktis die von Neuseeland aus durchgeführt wurden und werden. Wir haben fast einen ganzen Tag dort verbracht und versucht so viele Informationen wie möglich aufzusaugen. Abgesehen von einer Menge an Informationen konnten man aber auch ein paar lustige Sachen gemacht, z.B. eine Simulation von einem arktischen Sturm miterlebt und eine Fahrt mit einem Hägglund (ein Schneemobil speziell für die Expeditionen) über eine Crossstrecke außerhalb der Ausstellung – da wird man ordentlich durch gerüttelt 😀

Im Antarctic Centre gibt es außerdem eine Auffangstation für verletzte Blue Penguins, denen wir bei der Fütterung zusehen konnten. Sie sind die kleinsten ihrer Spezies, sind aber (zumindest in Neuseeland) inzwischen stark vom Aussterben bedroht. Zu ihren größten Feinden zählen leider die Menschen und deren bester Freund, der Hund.

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Das Christchurch immer wieder von Erdbeben betroffen ist und sich immer noch von dem bisher schlimmsten Beben in 2011 erholt, kann man auf diesen Bildern wohl ziemlich gut erkennen…

Viele Gebäude sind seitdem unbewohnbar und warten drauf dem Erdboden gleich gemacht zu werden, damit die Fläche neu bebaut werden kann.

Beim Quake handelt es sich im eine Ausstellung die sich vor allem den letzten beiden, verheerendsten Erdbeben (2010 und 2011) widmet. 185 Menschen haben dabei ihr Leben verloren; einige denkmalgeschützte Gebäude wurden entweder zerstört oder mussten abgetragen werden um das Gebäude vorm Einsturz zu retten; mehr als 12.000 Wohnhäuser konnten nicht gerettet werden und mussten abgerissen werden; Autos wurden weg geschwemmt, von Trümmern getroffen oder versackten in Erdspalten die sich auftaten.

Das alles klingt sehr nach einem schlechten Film, doch den Menschen in Christchurch ist es tatsächlich passiert und im Quake kann man sehen wie sich die Stadt zu erholen versucht: Läden und Restaurants sind z.B. in Container gezogen um ihrem Geschäft weiter nach gehen zu können.

Eine Architektin hat ein Projekt gestartet indem die Materialien die von baufälligen Häusern stammen, recycelt werden sollen. So wird altes wiederverwertet und schöne neue Möbel etc, können daraus entstehen. Außerdem wird so aus dem Unglück 2011 noch etwas mit dem die Menschen neue, schöne Erinnerungen verbinden.

 

Bis bald – dann wieder mit mehr Schnee 😉

Eure Tramps

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